Aussichtsturm

 

Monumentberg

8. Niederschlesische Heiderundfahrt 17. August 2002 in Horka

Am 17. August 2002 traf man sich bereits zum 8. Mal in Horka, um das wunderschöne Niederschlesien mit der Kutsche zu erkunden. Nach dem Start führte der Weg vorbei an der historischen Wehrkirche zu Horka. Diese mittelalterliche Wehranlage gilt als das Wahrzeichen des Dorfes. Entlang des Weißen Schöpses ging es dann in Richtung Ödernitz, einem Ortsteil von Niesky. Doch zuvor durchquerten die Mitglieder des Reit- und Fahrvereins "Wehrkirch" Horka e. V. das Waldgebiet des Sachsenberges.


Nach der Überquerung der Bundesstraße 115 erreichten sie das Plateau der Hochstraße. Auf diesem altehrwürdigen mittelalterlichen Handelsweg in Nord- Süd- Richtung wurden Tücher aus Schlesien, Salz und alle möglichen Waren befördert. Von der "Hohen Straße" hat man einen wunderschönen Blick auf das Lausitzer Bergland.

Mit Blick auf den Quitzdorfer Stausee wurde 3- Brücken passiert, um nach kurzer Zeit den Reichendorfer Polder zu erreichen. Dieser Damm mit seinen umgebenden Teichen ist Teil der Stauanlage Quitzdorf, ein knapp 30 Jahre alter Stausee inmitten grüner Natur, welcher alljährlich viele Touristen an die Strände und auf die Campingplätze lockt.

Ein gemütlicher, stetig ansteigender Weg führte sie aus dem kleinen Dorf Diehsa über die Kirschallee nach Groß- Radisch. Beim Auftauchen aus dem Wald kann man schon das Wahrzeichen der Hohen Dubrau, eines kleinen Ausläufers des Oberlausitzeer Gebirges, erkennen. Der auf dem Monumentberg im Jahre 2000 neu errichtete Turm lädt lud alle zu einer wunderschönen Aussicht über den Stausee ein.

... eine Stunde Zwangspause für jedes Gespann

... wohlverdiente Pause für Pferd und Kutscher

Auch für die Teilnehmer der 8. Niederschlesischen Heiderundfahrt stand der Turm offen und man gönnte sich eine weitere wohlverdiente Pause. Und auch für durstige Pferdekehlen war mit einem Wasserhahn an der Seite der kleinen Gaststätte gesorgt.

Die Abfahrt vom Monumentberg ging dann in nördliche Richtung. In Kollm passierten sie das alte Schloss sowie den Campingplatz Kollm- Nord.

Von Kollm aus durchfuhren sie die Dörfer entlang des Stausees. Sproitz wurde nur kurz gestreift, um über eine kleine Allee vorbei am ehemaligen Quarzitwerk nach See zu gelangen. Auf verschlungenen Wegen näherte sich die Gruppe der Kreisstadt Niesky. Diese kleine aber feine Stadt wurde 1742 als Siedlung der Herrnhuter Brüdergemeinde von böhmischen Gläubigen gegründet. Die Statuen dieser christlichen Gemeinschaft prägen die Entwicklung des Ortes bis in die Gegenwart. Für die Gestaltung des Zinzendorfplatzes erhielt die Stadt 1996 als Preisträger des deutschlandweiten Wettbewerbes "Gestaltung öffentlicher Plätze" eine handsigniert Keramikskulptur von Friedensreich Hundertwasser.

Auf diesem schönen Platz, vor dem ältesten Haus Nieskys (Grundsteinlegung 08. August 1742) wurden sie vom Bürgermeister Herr Wolfgang Rückert empfangen. Heute beherbergt das sogenannte Raschke- Haus das Museum der Stadt Niesky. Mehrere Parkanlagen, angelegt zur Erholung der Schwestern und Brüder oder zur Ertüchtigung der Schüler der Knabenanstalt, prägen das Nieskyer Stadtbild. Im "Astrachan" verweilten sie, um eine kurze Pause bei Kaffee und Kuchen einzulegen.

Stadtauswärts führt die Wachsmannstraße entlang an schmucken Holzhäusern. Diese sind typisch für Niesky und wurden nach Entwürfen des Architekten Konrad Wachsmann in der Firma Christoph & Unmack gebaut. Aus ähnlichen Häusern, praktisch den Vorläufern der modernen Fertigteilhäuser, entstanden in Amerika ganze Siedlungen. Auch das Haus von Albert Einstein in Baruth bei Berlin wurde von Konrad Wachsmann entworfen.

Vorbei am Turnierplatz in Horka/Waidmannsheim gelangten sie wieder auf Horkaer Flur. Mit Blick auf die Wehrkirche überquerten sie den Schöps und durchfuhren den Hof des RFV "Wehrkirch" Horka e.V.

... bei über 40 Gespannen wurde es langsam eng mit dem Platz

... bewertet wurden, Pferde, Geschirr, Wagen, Insassen und der Gesamteindruck

Die 9. Niederschlesische Heiderundfahrt findet am 16. August 2003 statt.


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